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20.04.2017

„Qualität ist immer essenziell“.

Im Gespräch mit Tilla Goldberg, Director Product Design bei der Ippolito Fleitz Group.
 
Ist Systembau wirklich so langweilig, wie manche behaupten? 
Langweilig ist ja immer nur das, was der Anwender daraus macht! Die Systeme bieten zuerst einmal einen Grundrahmen, die statische Konstruktion, das Raumgerüst an sich. Das dann unendliche Möglichkeiten der Bespielung hat. Seien es Oberflächen, Grafiken, Materialien, Licht oder zusätzliche räumliche Elemente. Wer an Systembau denkt, hat häufig nur das Bild der kostengünstigen Reihen-Messestände im Kopf, bei denen ein Roll-up-Display aufgestellt wird und sonst nichts. Es gibt aber natürlich auch sehr kreative Pop-up-Lösungen, die ein System als Grundgerüst nutzen. Bis hin zu riesigen, perfekten Raumkonstruktionen, bei denen das Gerüst meistens unsichtbar im Hintergrund bleibt.

Welche Projekte kann man mit Systembau besser gestalten als im Individualbau? 
Projekte, die an verschiedenen Orten dieser Welt in immer gleicher Qualität gebaut werden sollen, sind prädestiniert für Systembau. Man entwickelt die Raumstruktur nur einmal und der Messestand ist überall und immer in gleicher Perfektion herstellbar.

Wie beurteilen Sie die Nachhaltigkeit beim Systembau versus Individualbau? 
Überzeugend ist für mich vor allem die Wiederverwendung der Systemelemente. Messestände oder temporäre Bauten können nie wirklich nachhaltig sein. Mit enormem Aufwand wird ein Raumerlebnis geschaffen, das nur ein paar Stunden oder Tage genutzt wird. Wenn wie bei OCTANORM die Systeme weltweit verfügbar sind, werden viele Transporte überflüssig. Damit vermeidet man einen riesigen Wanderzirkus mit gigantischer weltweiter Logistik.

Welche Rolle spielt Qualität bei Ihrer Planung?
Qualität ist immer essenziell. Bei sehr großen Projekten mit viel Budget sowieso, bei kleinen, schnellen Projekten mit wenig Budget muss sie sehr gezielt eingesetzt werden. 

Was sind die besonderen Qualitäten von OCTANORM?
OCTANORM hat eine große Angebotsbreite für verschiedenste Anwendungen. Der Vorteil ist, dass die Systeme untereinander kombinierbar sind. Die weltweite Verfügbarkeit über die OSPI Vertriebspartner ist einzigartig.

Was ist Ihr Lieblingselement aus der Angebotspalette von OCTANORM?
OCTAlumina, das filigrane, leichte Rahmensystem mit ausgefuchster integrierter LED-Beleuchtung. 

Wie beurteilen Sie den Werkstoff Aluminium? 
Im Kontext von OCTANORM sinnvoll, weil leicht, stabil und durch die hohe Qualität der Systemteile oft genug wiederverwendbar, um den großen Herstellungsaufwand zu rechtfertigen.

Was für ein spannendes Projekt würden Sie gerne mit OCTANORM realisieren?
Wir haben den Messestand für OCTANORM für die EuroShop 2017 entworfen, das war eine wirklich spannende Herausforderung. Für einen Player, der seit vielen Jahrzehnten auf der wichtigsten Messe für den Einzelhandel präsent ist, einen neuen Auftritt zu gestalten, ist wie eine neue CI zu kreieren. Das hat Signalwirkung über die Messe hinaus. Natürlich haben wir auf ein nachhaltiges Konzept gesetzt, das Vorbildcharakter für die Zukunft hat. Mehr will ich aber an dieser Stelle noch nicht verraten, schauen Sie einfach auf dem Stand von OCTANORM vorbei.

Wenn Sie drei Wünsche zum Thema Messebau frei hätten, wie würden diese lauten?
Mehr Mut, mehr Mut, mehr Mut! Ich wünsche mir von den Architekten und den Messebauern vor allem ein größeres Maß an Kreativität und viel mehr Experimentierfreude. Sie müssen endlich mal neue Materialien ausprobieren und neue Materialkombinationen wagen. Möglichkeiten gibt es heute doch wirklich genug, ich denke da beispielsweise an die LED-Technik. Wenn man immer nur auf das tausendmal Gesehene setzt, geht man in der allgemeinen Wahrnehmung unter.

Wem würden Sie Systembau empfehlen?
In der richtigen Anwendung und Kombination kann Systembau überall verwendet werden. Es muss ja nie reiner Systembau oder reiner Individualbau sein.

Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf den Messebau?
Auf Messen steht das analoge Erlebnis im Vordergrund: reale Produkte zum Anfassen und Markenräume, in die man eintauchen kann. Sonst kann man sich die Messe sparen und das Budget in eine perfekte Website oder einen virtuellen Raum investieren. Dezidiert eingesetzte digitale Information oder Interaktion kann komplexe Inhalte allerdings zusätzlich vertiefen.

Skizzieren Sie uns mit wenigen Worten einen Messestand für 2030!
Umgeben von einer immer stärker digitalisierten Welt wird das analoge Erlebnis immer wichtiger und nachhaltiger in Erinnerung bleiben. 2030 werden pointiert inszenierte Räume mit nahbarem persönlichen Produkt- und Markenerlebnis noch wichtiger sein als jetzt.

Frau Goldberg, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!